… auch ein kleiner Rennrad-Blog kostet Geld

Hallo liebe Leute,

die Saison hat begonnen und daher geht es hier im Blog wieder los.

Ich wollte nur mal kurz anmerken, dass auch auch ein noch so kleiner Internetauftritt Geld kostet, was den meisten Leuten, die sich nicht damit auseinander setzen wohl nicht ganz klar ist.

Es fallen hauptsächlich Kosten für das Hosting an.

Ich habe mich zur „Finanzierung“ entschieden, mit sogenannten „Affiliate-Links“ zu arbeiten.

Was bedeute das?

Etliche Seiten oder Produkte zu denen meine Seite verlinkt, haben meine ID hinterlegt. Im Klartext: Ich bekomme bei jedem Kauf, den ihr über einen solchen Links tätigt eine Mini-Provision gut geschrieben. Und wenn ich „Mini“ sage, dann meine ich das genau so.

Das Beste aber ist:

Für euch kostet es keinen Cent mehr und ich „verdiene“ ein paar Euro, die in den Betrieb der Webseite fließen.

Wenn ihr also auf einen Werbe-Banner auf dieser Seite klickt und dann dort etwas bestellt, unterstützt ihr meine kleine Seite.

Wie gesagt. Es tut nicht weh und kostet euch nichts!

Brünn (CZ) nach Trencin (SK) und am nächsten Tag retour

Tour von Brünn nach Trencin in der Slowakei

 

am Montag habe ich beschlossen einen Freund in der Slowakei zu besuchen. Und am Tag drauf ging es schon los. Ich war sehr gespannt auf diese Tour, die ich mit komoot geplant habe bzw. habe planen lassen. Ich habe mich an den Rechner gesetzt und einfach als Startpunkt die aktuelle Position ausgewählt. Als Ziel natürlich Trencin, denn da wollte ich ja hin. Zum Schluss habe ich nur noch angegeben dass ich  mit dem Rennrad unterwegs sein wollte. Die von komoot berechnete Tour habe ich kritiklos verwendet und einfach abgewartet was mich denn erwarten würde.

Ich bin begeistert! Bis auf einige wenige Kilometer auf recht viel befahrenen Straßen (die sich wahrscheinlich nur durch Umwege vermeiden lassen) war ich fast ausschließlich auf kleinen Nebenstraßen und Radwegen unterwegs. Diese Tour selbst so zu planen, würde sehr viel Ortskenntnis erfordern.


Zur Tour:

Kilometer: ca. 130

Höhenmeter: ca. 1400

von Brünn (Tschechien) nach Trencin (Slowakei)
Höhenprofil nach Trencin

Von Brünn aus ging es los und nach einigen Kilometern war die Großstadt auch schon nicht mehr fühlbar. Ich bin bisher noch nie in diese Richtung gefahren und muss sagen, dass es mir echt gut gefallen hat. Gemieden habe ich diese Region, weil da einfach keine Berge sind. Aber dort gibt es etwas anderes, was mir in dieser Form neu war: Wellen! Hier 50 Höhenmeter hoch, 50 wieder runter. Kurz drauf 100 hoch und 100 wieder runter. Und das über 90km lang, bis es dann richtig nach oben geht.

kurze Snickers-und-Cola-Pause an einer Tankstelle

Nachdem der richtige Buckel mit 500 Höhenmetern erklommen war, ging es auf eine sehr schöne Abfahrt in Richtung slowakische Grenze.

Tschechisch-slowakische Grenze
der höchste Punkt der Tour mit 529 üNN
landschaftlich ein Traum und menschenverlassen

Danach fährt man immer leicht bergab mit 1-2% Gefälle. Das lädt natürlich extrem zum Ballern ein. Und das habe ich auch gemacht 🙂 … immer schneller und schneller. Als dann kurz vor Ende der Tour wie aus dem Nichts eine Abzweigung kam und klar wurde, dass es nochmal bergauf geht hat mich fast der Schlag getroffen :-). Ich hatte völlig vergessen, dass es nochmal einen letzten Hubbel von 40 Höhenmetern zu überwinden galt.

Als ich dann nach 4 Stunden und 50 Minuten mein Ziel erreicht habe war ich happy. Bei aller Freude hat sich direkt auch ein bisschen Bammel  vor dem nächsten Tag eingestellt, denn da ging es dann wieder retour.

mein Freund Markus und ich
mein treuer Begleiter 🙂

am nächsten Morgen gegen 9 Uhr hatte ich mich fertig gemacht, Brötchen geschmiert, Flaschen aufgefüllt und mich bei allen verabschiedet. Nach fünf gefahrenen Metern hatte ich dann einen Platten :-(. Also bin zurück um den Reifen zu flicken. Nachdem ich den Schlauch gewechselt hatte, habe ich meine kleine Pumpe herausgekramt, die ich seit zwei Jahren in der Trikottasche durch die Gegend fahre und wollte den Reifen aufpumpen. Leider musste ich feststellen, dass das Ding überhaupt nicht funktioniert. Da kommt kein bisschen Luft raus. Mit Hilfe von Markus Schwiegervater haben ich dann doch noch genug Luft in den Reifen bekommen. Mit einem uralten Kompressor und einem Gummischlauch, der über das französische Ventil gestülpt wurde. Sehr abenteuerlich!

Jetzt konnte die Fahrt losgehen. Am Anfang hatte ich echt Bammel, dass ich wieder einen Platten bekomme. Ich hatte ja jetzt keinen Ersatzschlauch mehr und auch keine funktionierende Pumpe. Aber es hat alles gehalten und es war toll!

Hier noch das coole relive-Video dazu:


 

Navigation am Rennrad

eigentlich brauche ich kein Navi, wenn ich Rennrad fahre. Denn die Gegend in der ich rund um mein Zuhause meine Runden drehe, kenne ich inzwischen mehr als gut genug.

Sollte es mal passieren, dass ich meine Touren ein bisschen aufbohre und noch ein paar Schlenker dranhänge, reicht meist ein Blick aufs Handy um schnell wieder zu wissen wo es  lang geht.

Es gibt genau zwei Fälle, in denen ich mir ein Navi am Rennrad wünschen würde:

  • ich fahre im Ausland, wo ich mich definitiv nicht auskenne
  • ich fahre in Deutschland von A nach B und möchte möglichst Radwege oder wenig befahrene Straßen benutzen (zB einen Freund in irgendeiner Stadt besuchen)

Letzteres habe ich bisher meistens so gemacht, dass ich mit  google maps navigiere, wobei das Handy in der Trikottasche und die Sprachausgabe laut aktiviert ist. Wenn die Straßenverhältnisse  klar sind, funktioniert das auch recht zufriedenstellend. Wenn es aber – wie fast immer – gefühlte drei Möglichkeiten gibt, wie man nach rechts oder links abbiegen kann, nervt das unglaublich! Entweder man riskiert sich zu verfahren oder man muss jedes einzelne Mal (und wenn man durch eine Stadt fährt summiert sich das) das Handy rausholen um sich zu vergewissern, ob man auf dem richtigen Weg ist.

Also, dachte ich zunächst, dass ich ja nur ein Navi anstelle meines bisherigen Radcomputers brauche, zB den Garmin Edge 1000. Aber irgendwie ist mir das Ding zu groß, gerade im Gegensatz zu meinem kleinen Edge 500. Und wie oben schon erwähnt, brauche ich diese Navi-Geschichte ja auch nicht allzu oft. Daher wollte ich mir die knapp 400€ sparen und habe nach einer anderen Lösung gesucht.

Ich wollte nichts, was mit Schrauben oder irgendwelchen hässlichen Klemmen befestigt wird. Außerdem wollte ich, wenn möglich, etwas relativ unauffälliges. Denn ein Rennrad sieht schon so wie es ist verdammt gut aus. Wenn man mit irgendwelchen Aufbauten anfängt, mutiert es ganz schnell zum Raumschiff!

Gefunden habe ich das hier:

Produkte von Amazon.de

Die Rezensionen sind sehr gut, also habe ich es mal bestellt. Das Risiko hält sich als Prime-Kunde ja sehr in Grenzen 🙂

Man kann es sowohl quer am Vorbau befestigen, als auch längst (quasi in Fahrtrichtung) am Lenker. Das Problem bei der Längsbefestigung ist, dass man sofort Brechreiz bekommt. Es sieht einfach sofort nach Raumschiff aus, wenn das Handy sich neben den sowieso montieren Radcomputer drückt. Geht gar nicht!

Quer am Vorbau allerdings, sieht die Sache ganz anders aus! Damit kann ich leben. Wenn man dann noch meist in der Oberlenkerhaltung fährt, könnte man fast sagen, dass man es überhaupt nicht von außen sieht.

Handyhalterung quer am Vorbau

Zum Testen dieser sonderbaren Vorrichtung bin ich extra nach Tschechien gefahren, da die Strassen dort so unglaublich schlecht sind 🙂 Die Strassen sind in CZ wirklich alles andere als gut, aber ich wäre auch ohne mein Testvorhaben her gekommen 🙂

Wenn es während der Fahrt besonders ruppig wird, wackelt das Ding schon ganz ordentlich hin und her! Ein bisschen Angst bekommt man am Anfang schon, wenn ich ehrlich bin. Es kann aber eigentlich nur etwas passieren, wenn das Gummi selbst reißt. Der „Gürtel“ der von unten den Vorbau umfasst ist super stabil und ich kann mir nicht vorstellen, dass da etwas abreißen kann. Oben ist eigentlich auch alles ok. Wenn man darauf achtet, dass die Gummischlaufen richtig sitzen, passt das schon.

Ich bin wirklich teils über grausame Strassenabschnitte gefahren und über manchen holprigen und steinigen Feldweg. Es hat gehalten!

Fazit:

Mit der vorgestellten Halterung wurde nicht das Rad neu erfunden 🙂 aber es tut in meinem Fall genau das was es soll. Wenn ich ab und an mal ein Navi am Rad brauche, habe ich die Halterung in drei Sekunden angebracht und danach ist sie auch in drei Sekunden wieder weg.

Ich würde das Ding wieder kaufen!

Einen Nachteil habe ich gefunden, der mir natürlich erst auf der Tour klar wurde. Wenn man das Handy in der Trikottasche hat, kann man es jederzeit – auch während der Fahrt – rausholen und schnell ein Bild machen. Das geht mit der Halterung natürlich nicht. Daher habe ich von meiner 150km Tour auch kein einziges Bild 🙁 Aber irgendeinen Tod muss man wohl sterben.