Brünn (CZ) nach Trencin (SK) und am nächsten Tag retour

Tour von Brünn nach Trencin in der Slowakei

 

am Montag habe ich beschlossen einen Freund in der Slowakei zu besuchen. Und am Tag drauf ging es schon los. Ich war sehr gespannt auf diese Tour, die ich mit komoot geplant habe bzw. habe planen lassen. Ich habe mich an den Rechner gesetzt und einfach als Startpunkt die aktuelle Position ausgewählt. Als Ziel natürlich Trencin, denn da wollte ich ja hin. Zum Schluss habe ich nur noch angegeben dass ich  mit dem Rennrad unterwegs sein wollte. Die von komoot berechnete Tour habe ich kritiklos verwendet und einfach abgewartet was mich denn erwarten würde.

Ich bin begeistert! Bis auf einige wenige Kilometer auf recht viel befahrenen Straßen (die sich wahrscheinlich nur durch Umwege vermeiden lassen) war ich fast ausschließlich auf kleinen Nebenstraßen und Radwegen unterwegs. Diese Tour selbst so zu planen, würde sehr viel Ortskenntnis erfordern.


Zur Tour:

Kilometer: ca. 130

Höhenmeter: ca. 1400

von Brünn (Tschechien) nach Trencin (Slowakei)
Höhenprofil nach Trencin

Von Brünn aus ging es los und nach einigen Kilometern war die Großstadt auch schon nicht mehr fühlbar. Ich bin bisher noch nie in diese Richtung gefahren und muss sagen, dass es mir echt gut gefallen hat. Gemieden habe ich diese Region, weil da einfach keine Berge sind. Aber dort gibt es etwas anderes, was mir in dieser Form neu war: Wellen! Hier 50 Höhenmeter hoch, 50 wieder runter. Kurz drauf 100 hoch und 100 wieder runter. Und das über 90km lang, bis es dann richtig nach oben geht.

kurze Snickers-und-Cola-Pause an einer Tankstelle

Nachdem der richtige Buckel mit 500 Höhenmetern erklommen war, ging es auf eine sehr schöne Abfahrt in Richtung slowakische Grenze.

Tschechisch-slowakische Grenze
der höchste Punkt der Tour mit 529 üNN
landschaftlich ein Traum und menschenverlassen

Danach fährt man immer leicht bergab mit 1-2% Gefälle. Das lädt natürlich extrem zum Ballern ein. Und das habe ich auch gemacht 🙂 … immer schneller und schneller. Als dann kurz vor Ende der Tour wie aus dem Nichts eine Abzweigung kam und klar wurde, dass es nochmal bergauf geht hat mich fast der Schlag getroffen :-). Ich hatte völlig vergessen, dass es nochmal einen letzten Hubbel von 40 Höhenmetern zu überwinden galt.

Als ich dann nach 4 Stunden und 50 Minuten mein Ziel erreicht habe war ich happy. Bei aller Freude hat sich direkt auch ein bisschen Bammel  vor dem nächsten Tag eingestellt, denn da ging es dann wieder retour.

mein Freund Markus und ich
mein treuer Begleiter 🙂

am nächsten Morgen gegen 9 Uhr hatte ich mich fertig gemacht, Brötchen geschmiert, Flaschen aufgefüllt und mich bei allen verabschiedet. Nach fünf gefahrenen Metern hatte ich dann einen Platten :-(. Also bin zurück um den Reifen zu flicken. Nachdem ich den Schlauch gewechselt hatte, habe ich meine kleine Pumpe herausgekramt, die ich seit zwei Jahren in der Trikottasche durch die Gegend fahre und wollte den Reifen aufpumpen. Leider musste ich feststellen, dass das Ding überhaupt nicht funktioniert. Da kommt kein bisschen Luft raus. Mit Hilfe von Markus Schwiegervater haben ich dann doch noch genug Luft in den Reifen bekommen. Mit einem uralten Kompressor und einem Gummischlauch, der über das französische Ventil gestülpt wurde. Sehr abenteuerlich!

Jetzt konnte die Fahrt losgehen. Am Anfang hatte ich echt Bammel, dass ich wieder einen Platten bekomme. Ich hatte ja jetzt keinen Ersatzschlauch mehr und auch keine funktionierende Pumpe. Aber es hat alles gehalten und es war toll!

Hier noch das coole relive-Video dazu:


 

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