Chris Froome bei der Tour 2016

gestern war ich ja echt verwundert, als ich diesen Artikel im Internet gelesen habe. Ich weiß noch, wie ich letztes Jahr bei der Tour vor dem Fernseher saß und dachte: Das kann doch nicht wahr sein!!! Froome greift am Gipfel an und fährt in der Abfahrt vom Peyresourde wichtige Zeit heraus.

Was ich am krassesten fand, war das extrem hohe Risiko, das er dabei gegangen ist. Mit dieser extremen Sitzhaltung – und dann auch noch schnell tretend! Also dachte ich: Das wird schon seinen Grund haben, warum er das tut. Bestimmt wurde diese Sitzposition getestet und als die aller- aerodynamischste überhaupt ermittelt.

Doch: weit gefehlt! 

Ein Team der technischen Universität Eindhoven hat Untersuchungen mit kleinen Modellen im Windkanal angestellt und dabei herausgefunden, dass es durchaus mit anderen Sitzpositionen noch schneller geht, als mit Froome´s waghalsiger Position auf dem Rad.

 

Quelle: http://science.orf.at/stories/2842796/

 

Wäre also Froome in der „Top Tube safe“ gefahren, wäre er nochmal um eine Minute schneller gewesen bzw. hätten die Verfolger diese Position eingenommen, wäre Froome nicht davon gefahren.

Toolbox for STRAVA

ein mächtiges STRAVA-Tool. Manch andere Programme sind grafisch etwas schöner, aber dafür ist hier eben alles unter einem Hut. Für Statistik-Freaks und KOM-Hunters ein absolutes Muss !

 

http://www.marcellobrivio.com/projects/strava-toolbox

 

 

Radweg … ja oder nein? Muss oder kann?

Jeder Rennradfahrer kennt das! Man wird aus dem fahrenden Auto heraus angeschrien, dass man gefälligst den Radweg benutzen soll. Doch das ist nicht immer so einfach, wie sich das der ein oder andere Autofahrer vorstellt.

Grundsätzlich fahre ich sehr gerne auf Radwegen. Natürlich sollten dafür aber auch ein paar Voraussetzungen erfüllt sein:

  • der Radweg ist relativ leer und wird nicht von Familien benutzt (man kann einfach nicht mit bis zu 40 km/h an Kindern mit dem Laufrad vorbei fahren. Das wäre viel zu gefährlich! Außerdem erschreckt man dabei die Fußgänger sehr, wenn man auf einmal an ihnen vorbei rauscht. Man könnte mit diesem Teil hier dauerklingeln 🙂 Ob das die Lösung ist, weiß ich aber auch nicht. Auf jeden Fall sieht das Ding recht unauffällig aus.
  • der Radweg ist in gutem Zustand und kann gut angefahren und auch wieder verlassen werden (mit dem Rennrad möchte man ja schnell voran kommen – das ist ja der Unterschied zum Mountainbike *lach* – daher würde ich nicht auf einen Radweg auffahren, wo ich zuerst einen 20 cm hohen Bürgersteig überwinden und am Ende beim Abfahren anhalten muss um über eine kleine Grasfläche zu schieben. Außerdem gibt es auch etliche Radwege, die am Anfang – meist in Stadtnähe – perfekt asphaltiert sind, und dann im weiteren Verlauf immer grober werden und teils sogar durch den Wald führen.)
  • man weiß wo die Radwege sind! (diesen Punkt finde ich sehr wichtig! Wenn man unbekannte Strecken fährt ist es fast unmöglich die vorhandenen Radwege zu nutzen und dabei schnell voran zu kommen. Mal sind sie rechts der Fahrbahn und man ist sich nicht sicher, wo sie hinführen. Mal sind sie links der Fahrbahn und man muss zunächst die Fahrbahn überqueren. Ob sich das lohnt und wo dieser Weg dann wiederum hinführt, weiß man natürlich vorher nicht. Die Strecke von Schriesheim nach Pforzheim bin ich mit dem Rennrad schon etliche Male gefahren, doch erst nach dem x-ten Mal hatte ich es geschafft, die optimale Route zu fahren. D.h. so zu fahren, dass man schnell voran kommt und dabei so viele sinnvolle (!!!) Radwege bzw. Feldwege als möglich mitzunehmen.

Wenn diese  Punkte erfüllt sind ziehe ich jederzeit den Radweg der Straße vor.

Der Gesetzgeber sieht das allerdings ein bisschen anders 🙁

 Die Straßenverkehrsordnung (StVO) kennt jedoch keine Ausnahmeregelung von der Radwegebenutzungspflicht, die unmittelbar an bestimmte Fahrradtypen (wie z.B. Rennräder) oder an eine bestimmte Geschwindigkeit geknüpft ist. Insofern handelt es sich bei der Vermutung, dass Rennradbenutzer oder Mitglieder von Radsportvereinen pauschal von der Radwegbenutzungspflicht befreit sind, lediglich um eine (allerdings scheinbar weit verbreitete) Großstadtlegende, die aber nicht von der StVO gedeckt ist.

Nicht jeder Radweg muss aber benutzt werden:

1) Die Benutzungspflicht ist seit der Novelle der Straßenverkehrsordnung von 1998 nur noch dann gegeben, wenn der Radweg durch ein blaues Schild (Zeichen 237, 240, 241) gekennzeichnet ist. Wo dies fehlt, darf auch bei vorhandenem Radweg die Fahrbahn benutzt werden (sogenannte „andere Radwege“ mit freiwilliger Benutzung gem. § 2, Abs. 4, Satz 3 StVO).

Hintergrund dieser Regelung ist die Erkenntnis, dass baulich abgesetzte Radwege in vielen Fällen ein höheres Unfallrisiko für Radfahrer bedeuten als die Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn. Auf baulich abgesetzten Radwegen kommt es vermehrt zu Konflikten mit Fußgängern. Insbesondere an Kreuzungen und Einmündungen besteht überdies ein hohes Konfliktpotenzial mit einfahrenden und abbiegenden Kraftfahrern, da diese durch die oft fehlende Sichtbeziehung nicht mit kreuzenden Radfahrern rechnen, und da sich auch Radfahrer wegen des subjektiven Sicherheitsgefühls, das ihnen der Radweg vermittelt, oft zu sorglos verhalten. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber die Benutzungspflicht für Radwege seit der StVO-Novelle an bestimmte Mindestandards geknüpft.

2) Geschlossene Verbände ab 16 Radfahrern dürfen die Fahrbahn auch dann zu zweit nebeneinander befahren, wenn ein benutzungspflichtiger Radweg vorhanden ist (geschlossener Verband gem. § 27 StVO). Dies gilt ebenfalls unabhängig vom benutzten Fahrradtyp; eine besondere Verbandsregel für Radrennfahrer gibt es nicht.

3) Wenn ein als benutzungspflichtig ausgeschilderter Radweg objektiv unbenutzbar ist, muss man ihn nicht befahren. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn er vereist, von Pflanzen überwuchert oder von falsch geparkten Autos blockiert ist. Auch wenn der Radweg nicht erreichbar ist (Beispiel: Liegedreirad oder Fahrradanhänger passt nicht durch eine vor dem Radweg angebrachte Umlaufsperre hindurch) muss er nicht benutzt werden. In solchen Fällen darf man auf die Fahrbahn (nicht aber auf den Fußweg!) ausweichen. Das Kriterium der Unbenutzbarkeit wird zwar im Einzelfall unterschiedlich eng zu fassen sein (bei einem MTB beispielsweise anders als bei einem Rennrad); allein die Tatsache aber, dass man sein Rennrad nicht voll ausfahren kann, wird in der Regel nicht als Grund zum Ausweichen auf die Fahrbahn anerkannt. Man ist aber auch nicht verpflichtet, sofort nach einem Hindernis wieder auf den Radweg zu wechseln, sondern man darf auf der Fahrbahn weiterfahren, bis ein gefahrloses Wechseln auf den Radweg (Bordsteinabsenkung, Einmündung) möglich ist.

4) Theoretisch sieht § 46, Abs. 1, Satz 1 StVO die Möglichkeit vor, dass die Straßenverkehrsbehörden in bestimmten Einzelfällen Ausnahmen von den Vorschriften über die Straßenbenutzung genehmigen können. Interessierte Radsportler sollten sich wegen dieser Frage mit dem Bund deutscher Radfahrer (BDR) als dem für den Radsport zuständigen Sportverband oder einem lokalen Radsportverein in Verbindung setzen. Adressen sind auf den Internetseiten des BDR unter http://www.rad-net.de zu finden.

Mit dem Gewicht des Fahrrades hat die Frage der Radwegbenutzung übrigens nichts zu tun: Die manchmal in diesem Zusammenhang erwähnte 11 kg-Grenze hat keine Relevanz für die Radwegbenutzung, sondern galt für die Ausstattungsvorschriften zur Beleuchtung: Für Rennräder bis 11 kg gab es bis zur allgemeinen Freigabe der Batteriebeleuchtung im Jahre 2013 die Sonderregelung, dass anstelle des sonst vorgeschriebenen Dynamos auch batterie- bzw. akkubetriebene Leuchten verwendet werden durften.

Quelle: http://www.adfc.de/verkehr–recht/recht/regeln-fuer-radfahrer/rennrad-und-radweg/rennrad-und-radwegebenutzungspflicht

 

 

STRAVA Multiple Ride Mapper

auch ein sehr schönes „Gimmick“ für Strava, der Multiple Ride Mapper von Jonathan O´Keefe.

Man sieht auf der Landkarte alle Strecken, wo man bereits gefahren ist.

 

… irgendwie fährt man doch immer wieder die gleichen Routen.

Aber wir an der Bergstrasse sind schon sehr verwöhnt würde ich sagen. Wir können Berg, wir können flach, wir können lang oder kurz … herrlich!

Veloviewer … WOW!

Ich habe gerade beim Stöbern ein sehr cooles „Tool“ bzw. eine Webseite gefunden, die in Verbindung mit STRAVA der Hammer ist.

Wer einen STRAVA-Account hat, sollte das unter  www.veloviewer.com unbedingt mal ausprobieren.

Einfach der Seite Zugriff auf STRAVA gewähren und dann kommen solche coolen Graphiken dabei heraus:

 

 

Ich habe mich übrigens absichtlich für das Jahr 2016 🙂 …. in 2017 steht noch nicht so sehr viel  :-)))