Endlich mal wieder Tschechien … und Österreich

wir sind endlich wieder in Tschechien und da dachte ich, dass ich mal eine neue Tour machen muss um sie hier vorzustellen. Die alten, bewährten Touren sind so schön, dass das einigermaßen schwer fällt. Aber heute morgen war das Wetter etwas wechselhaft und die Wolken zogen eher nach Nord-Osten. Also bin ich in Richtung Süden gefahren 🙂 Um es vorweg zu nehmen: Ich hatte Glück mit dem Wetter. Kein Regen, mehr braucht man nicht, wenn man Rennrad fahren will. Dafür würde mir auf der „Rückfahrt“ ab ca. Kilometer 80 ein wirklich unmenschlicher Gegenwind beschert 🙁  … so einen ekligen Wind habe ich bisher nur am Gran-Ballon erlebt, wobei es dort zugegeben noch schlimmer war.

Die Route habe ich über komoot geplant, da ich mir das Komplettpaket gekauft habe (über komoot etc. folgt in den nächsten Tagen ein eigener Beitrag). Und ich muss wirklich sagen, dass die Art und Zusammensetzung der Wege hervorragend war. Klar, ich habe am PC die Wegpunkte gesetzt, aber wenn ich das bisher bei anderen Tourenplanern wie Google Maps oder Strava gemacht habe, hatte ich nicht annähernd das gleiche Ergebnis. Um es kurz zu machen: Ich war fast ausschließlich auf unbefahrenen Nebenstraßen und perfekt ausgebauten „Feldwegen“ unterwegs. Diese „Feldwege“ insbesondere auf österreichischer Seite sind wie kleine Highways in wunderschöner Landschaft. Hier ist NIEMAND unterwegs! Man fährt kilometerlang ohne jemanden zu sehen.


So, jetzt aber zur Tour 🙂

Strecke: 153km

Höhenmeter: 1050

Karte Brünn-Laa an der Thaya- Brünn
Höhenprofil CZ-A-CZ

Gestartet bin ich wie immer in Chrlice, einem Vorort von Brünn. Dann ging es, wie schon so oft vorher nach Süden bis zum großen See Muchov (diese Tour meine ich). Jedoch bin ich dieses Mal kurz vor dem See abgebogen und habe somit die kürzeste Route nach Mikulov genommen. Hier führt von Strachotin nach Dolni Vestonice eine gewundene zweispurige Straße durch den See. Sehr schön!

wir fahrn auch über Wasser, wenn da Brücken sind 🙂

 

Leider ist man, sobald man durch den See durch ist an einem Touri-Hotpsot! Viele fahren hier mit Fahrrädern, Wohnwägen und Wohnmobilen. So muss man sich eben nach Mikulov (Nikolsburg) durchkämpfen, aber es ist ja von dort nicht mehr weit. Landschaftlich ist es übrigens sehr, sehr schön dort. Seitlich im Berg bzw. Hang eingelassen gibt es in den Weinbergen einen „Weinkeller“ nach dem anderen.

Kurz nach Mikulov überquert man dann auf einem der oben genannten Feldwege die Landesgrenze zu Österreich ohne es mitzubekommen. Hier ist absolutes Niemandsland … aber schönes Niemandsland mit tollem Untergrund … quasi gemacht für Rennradler … also für mich, denn andere Radfahrer habe ich dort nicht gesehen 🙂

Das erste Dorf, das man auf österreichischer Seite erreicht heißt Wildendürnbach. Hier ist die Welt noch in Ordnung und die Straßen und Häuser sind so sauber, dass man davon essen könnte. Auf tollen Straßen ohne viel Verkehr schlängelt man sich dann durch bis man Laa an der Thaya erreicht. Eigentlich wollte ich mir die Stadt ein bisschen anschauen, aber unglücklicherweise war dort ein recht großes Fest, sodass ich gleich wieder weiter gefahren bin.

Kaum hat man wieder ein paar Mal in die Pedale getreten ist man auch schon wieder in Tschechien. Die Stadt liegt unmittelbar an der Grenze.

Dann fing der scheußliche Wind an so richtig zu blasen. Aber, man möchte ja nach Hause. Hilft also nix, muss man durch.

von Laa an der Thaya bis Jirice
der Rest bis nach Brünn

Wie man oben im Höhenprofil sehen kann, wird es aber Kilometer 80/90 recht ungemütlich. Es wird nie richtig steil bzw. wenn es mal 8-9% hat, dann aber nur sehr kurz. Was einen aber zermürbt ist dieses ständige auf und ab. Kurz vor Schluss bei Kilometer 130 bis 145 muss man sich dann aber nochmal richtig anstrengen. Aber auch gegen Schluss, wenn man schon im Einzugsbereich der Großstadt Brünn ist, hat man auf dieser Tour kaum Verkehr.

 

Canyon und Starobrno

 

Wer mal in der Gegend ist, sollte diese Runde unbedingt mal ausprobieren!

Das gpx-File dazu werde ich noch hochladen.

Kette-rechts 🙂

 

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